Sonntag 24. März 2019

Erfolgsstory Statistik über Schwangerschaftsabbrüche: In Deutschland selbstverständlich – in Österreich unmöglich?

Destatis, Deutschlands Statistisches Bundesamt, veröffentlichte heute den jüngsten Bericht über die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche, nachzulesen auf https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/03/PD15_085_233.html. Demnach ist die Zahl der der Abbrüche in Deutschland weiter rückläufig.

Drei Prozent weniger Abbrüche im Jahr 2014 titelt Destatis in seiner Aussendung.  „Die deutsche Statistik zeigt einmal mehr, dass die gemeinsamen politischen Anstrengungen, die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zu senken, greifen. Verlässliche Daten, die sichtbar machen, wo wir stehen und wo die drängenden Handlungsfelder sind, brauchen wir dringend auch in Österreich“,  erklärt aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler. „Genau das fordern wir mit unserer Bürgerinitiative „Fakten helfen!“, die noch bis Ende des Monats unterschrieben werden kann.“

 

„In Österreich fehlt eine Statistik und niemand kann sachlich begründen, warum wir in dem Punkt anders sein sollen als alle anderen europäischen Länder, in denen die Abbruch-Zahlen erhoben und regelmäßig veröffentlicht werden“, so Kronthaler.

 

Zahlen fehlen für eine sachliche Beurteilung

„Die jüngste Debatte um Spätabbrüche verdeutlichte, dass wir nicht wissen, wovon wir überhaupt reden. Wie viele Spätabbrüche gibt es? Wie oft werden Abbrüche nach der 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt, also ab der Lebensfähigkeit des Kindes? Wie oft gibt es sogenannte Mehrlingsreduktionen durch einen Fetozid? Geht die Zahl zurück oder ist sie im Steigen begriffen?“. In der deutschen Abbruch-Statistik sind alle diese Informationen nachzulesen. „Die Diskussion über diese und andere Fragen kann deshalb auf einem ganz anderen Niveau stattfinden“, betont die aktion leben-Generalsekretärin.

 

Wegschauen ist bequem – hinschauen hilft

„Wegschauen ist offensichtlich bequemer als hinschauen“, stellt Kronthaler fest. „Seriös erhobene Informationen über Anzahl und Umstände von Schwangerschaftsabbrüchen zeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Um endlich auf ein sachliches Niveau der Auseinandersetzung zu kommen, brauchen wir die anonyme Statistik.“

Noch bis 30. März 2015 kann die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ für mehr Wissen über Schwangerschaftsabbrüche unterschrieben werden.

 

Unterschriftenbögen auf dieser Seite und unter 01/512 52 21.

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