Donnerstag 23. November 2017

Stellungnahmen der Bundesländer pro „Fakten helfen!“

Alle Bundesländer, die bisher eine Stellungnahme abgegeben haben – Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Tirol und das Burgenland –, begrüßen eine österreichweite, anonyme Statistik über Schwangerschaftsabbrüche, wie sie aktion leben und fast 54.000 UnterstützerInnen mit der Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ fordern. Einig sind sich die Länder auch im Ziel, die Zahl der Abbrüche so gering wie möglich zu halten.

 

Der unabhängige Verein aktion leben österreich erhält seitens der Länder Rückenwind für seine Bürgerinitiative „Fakten helfen!“. So heißt es etwa in der aktuellen Stellungnahme des Amts der Vorarlberger Landesregierung: „Die Einführung einer österreichweiten anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und die wissenschaftliche Erforschung der Gründe dafür wird daher seitens des Landes Vorarlberg befürwortet.“ Das Amt der Kärntner Landesregierung betont in seiner Stellungnahme die Bedeutung der Daten in Bezug auf Prävention.

 

„Umfassende Datenerhebung und Motivforschung stellen die Basis einer evidenzbasierten Medizin dar. Evidenzbasierte Medizin bedeutet patientenorientierte Entscheidungen in allen Bereichen der Medizin als Grundlage von empirisch nachgewiesenen Wirksamkeiten zu treffen“, betont das Amt der steiermärkischen Landesregierung in seiner Stellungnahme.

 

In einem Brief, ergänzend zur Stellungnahme des Amtes der oberösterreichischen Landesregierung, bekräftigt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer seine Unterstützung für „Fakten helfen!". „Wir freuen uns sehr, dass Landeshauptmann Dr. Pühringer unsere Bürgerinitiative nicht nur persönlich unterzeichnet hat, sondern diese erneut als sinnvoll und wichtig bezeichnet", sagt  Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.

 

Verlässliche Informationen als Grundlage für Prävention

„Die Stellungnahmen zeigen, dass sich die Mehrheit der Länder für die Einführung einer Statistik und Motivenerforschung über Schwangerschaftsabbrüche ausspricht. Jetzt braucht das Parlament den Mut, um über den unbefriedigenden Status quo hinauszukommen. Nur mit verlässlichen Zahlen haben wir die Möglichkeit, die von allen gewünschten Maßnahmen der Prävention tatsächlich zu überprüfen. Ich appelliere an die Abgeordneten, das klare Bekenntnis zur Prävention von Schwangerschaftsabbrüchen als Auftrag zum Handeln zu nehmen“, unterstreicht Kronthaler.

 

Mit der Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ forciert der unabhängige Verein aktion leben die Einführung einer anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche in Österreich sowie einer wissenschaftlichen anonymisierten Motivenerforschung. „Beides ist in anderen Ländern in Europa seit vielen Jahren selbstverständlich und Grundlage wirkungsvoller Präventionsmaßnahmen. Bestes Beispiel ist Deutschland, wo die Zahl der Abbrüche seit Jahren kontinuierlich sinkt“, so Kronthaler.

 

Online-Unterzeichnung weiterhin möglich

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ kann bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen weiterhin online unterzeichnet werden. Weitere Informationen und den Link zur Parlamentshomepage finden Sie unter www.fakten-helfen.at.

 

 

 

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