Sonntag 24. September 2017

aktion leben: Nächster Erfolg für Bürgerinitiative „Fakten helfen!“

aktion leben begrüßt die Entscheidung der Mitglieder des parlamentarischen „Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen“, eine Stellungnahme des Österreichischen Hebammengremiums zu ihrer Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ einzuholen. Dies wurde in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen.

 

Das Hebammengremium wird vom Parlament um eine Expertise zur Einführung einer anonymen Statistik und Motivenerforschung über Schwangerschaftsabbrüche eingeladen. „Wir finden es wichtig, dass neben der Ärztekammer weitere Standesvertreterinnen einbezogen werden, die unmittelbar mit dem Thema zu tun haben“, erklärt aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler dazu.

 

„Fakten helfen!“ will einfache, aber sinnvolle Neuerung

Aufgrund der Tatsache, dass die landesweiten Zahlen und Fakten über Schwangerschaftsabbrüche in Österreich unbekannt sind, verlangt der unabhängige Verein aktion leben mit seiner Bürgerinitiative die Einführung einer anonymen Statistik und Motivenerforschung. Man wolle damit nichts Unmögliches oder Ungewöhnliches, im Gegenteil: In fast allen Ländern Europas sei dies seit Jahrzehnten selbstverständlich.

„Um Frauen zielgruppengerechte Prävention und Hilfe anbieten zu können, brauchen wir endlich auch in Österreich eine Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und die Motive, warum sich Frauen für oder gegen ihr Kind entscheiden. Wir freuen uns, dass zahlreiche Stellungnahmen unsere Forderungen befürworten“, betont Kronthaler.

 

Breite Unterstützung für „Fakten helfen!“

Bisher haben sich alle Bundesländer mit Ausnahme von Wien, die Österreichische Ärztekammer, das Familienministerium sowie das Österreichische Institut für Familienforschung in ihren Stellungnahmen für eine Statistik und Motivenerforschung über Schwangerschaftsabbrüche ausgesprochen.

Zudem unterzeichneten fast 54.000 Bürgerinnen und Bürger die parlamentarische Bürgerinitiative „Fakten helfen!“. Schon jetzt ist die Bürgerinitiative die erfolgreichste, seit es die Möglichkeit zur Online-Unterstützung von Initiativen gibt.

„Diese breite Unterstützung darf nicht einfach ignoriert werden. Das Wegschauen der Verantwortlichen verhindert Maßnahmen zum Wohle von Frauen. Die Regierung muss endlich handeln“, so Kronthaler.

 

Voraussetzungen für Statistik sind da

Das Land Salzburg etwa schreibt: „Grundsätzlich ist die Einführung einer derartigen Statistik zu begrüßen … Ebenso ist festzuhalten, dass grundsätzlich die Forderung nach einer regelmäßigen wissenschaftlichen und anonymen Forschung der Gründe für Schwangerschaftsabbrüche als Basis für Prävention begrüßt wird.“ Das Amt der burgenländischen Landesregierung widerlegt Behauptungen, wonach eine Statistik nur möglich ist, wenn die Abrechnung mit der Krankenkasse im Rahmen einer Kostenerstattung erfolgt: „Sowohl im niedergelassenen als auch intramuralen Bereich sind Patientendokumentationen zu führen. Es ist daher davon auszugehen, dass die entsprechenden Daten bereits aufliegen und eine Auswertung grundsätzlich möglich ist.“

 

Online-Unterzeichnung weiterhin möglich

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ kann bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen weiterhin online auf der Homepage des Parlaments unterzeichnet werden. Alle Informationen und den Link zur Parlamentshomepage finden Sie unter www.fakten-helfen.at.

 

 

 

 

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