Samstag 15. Dezember 2018

Statistik über Schwangerschaftsabbrüche endlich einführen!

Die Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung und bessere Unterstützung schwangerer Frauen in Notlagen sind Vorhaben der neuen Regierung, die aktion leben österreich begrüßt. „Beides haben wir in stimmenstarken Bürgerinitiativen vor Jahren gefordert“, erklärt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich. „Wir mahnen allerdings weiterhin die Umsetzung unserer Bürgerinitiative ,Fakten helfen!‘ ein. Österreich braucht eine anonyme Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und die wissenschaftliche Erforschung der Gründe dafür“, stellt Kronthaler klar.

 

„Es ist zukunftsweisend, dass die bessere Unterstützung schwangerer Frauen, vor allem solcher in schwierigen Lebenssituationen, ins Regierungsprogramm aufgenommen wurde“, würdigt Martina Kronthaler die betreffenden Übereinkünfte. „Den Ankündigungen müssen allerdings rasch konkrete Taten folgen und die Menschenwürde muss Prämisse für unser Zusammenleben und die Arbeit der Regierung auf allen Ebenen werden“, betont die aktion leben-Generalsekretärin.

 

Entlastung für alle schwangeren Frauen in Österreich


Der unabhängige Verein setzt sich daher dafür ein, dass die geplanten Unterstützungsleistungen auch für schwangere asylberechtigte Frauen und Familien gelten. „Wir vertreten alle Frauen in Österreich, die in Notsituationen schwanger sind und wünschen uns für alle ungeborenen und geborenen Kinder einen guten und stressfreien Start ins Leben“, sagt Kronthaler.

 

Klarer Auftrag zur Einführung einer Abtreibungs-Statistik


Um zu wissen, was Frauen und Familien brauchen, um sich für ein Kind zu entscheiden und welche Gründe auf der anderen Seite zu Schwangerschaftsabbrüchen führten, braucht Österreich endlich eine seriöse Statistik und wissenschaftliche Forschungen zum Thema. „Die Umsetzung unserer Bürgerinitiative ,Fakten helfen!‘ ist die Basis für eine lebensfreundliche Gesellschaft“, ist die aktion leben-Generalsekretärin überzeugt. Dem Verein gehe es auch um das Entwickeln von Programmen, damit Frauen und Männer erst gar nicht in die Situation einer ungewollten Schwangerschaft kommen. „Fakten helfen!“ hat als erfolgreichste Bürgerinitiative seit 2011 einen großen Rückhalt in der Bevölkerung, es gibt einen eindeutigen Auftrag an die Regierung, für mehr Transparenz über Schwangerschaftsabbrüche zu sorgen.

 

Hilfsfonds und gesicherter Kindes-Unterhalt


Ein sinnvolles Instrument für rasche erste Entlastung sei die Einrichtung eines Hilfsfonds für schwangere Frauen in Not. Ebenso drängt der Verein auf eine baldige Verbesserung des Unterhaltsrechts im Interesse der Kinder und alleinerziehenden Elternteile. „Im Regierungsprogramm ist festgehalten, dass Lücken im Unterhaltsvorschussgesetz zu prüfen und gegebenenfalls zu schließen sind. Diese Formulierung ist angesichts der bedrängten Lage vieler Mütter zu wenig entschlossen. „Die Menschen werden die Regierung danach bewerten, welche spürbare Erleichterung wirklich ankommt. Hier braucht es ein engagiertes Vorgehen“,  so Kronthaler.

 

Schwangerschaftskonflikt explizit genannt


„Positiv fällt uns auf, dass der Schwangerschaftskonflikt explizit angesprochen wird und die in dieser Situation nötige Beratung.“ Handlungsbedarf sieht der Verein insbesondere im Ausbau spezialisierter und qualifizierter Beratungsstellen und in der Bewerbung der Schwangerenberatung. „Freiwillige, ergebnisoffene und professionelle Schwangerenberatung ist eine erste und wichtige Form der frühen Hilfe. Dass diese ausgebaut werden soll, ist sehr positiv.“
 
Der Verein ruft auf, seiner Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ auf der Parlamentsseite online zuzustimmen. Sie ist über die Kampagnenhomepage www.fakten-helfen.at zu erreichen.

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