Friday 19. July 2019

Bürgerinitiative „Fakten helfen!“: Noch ein Monat Zeit zum Unterschreiben

Der Verein aktion leben ruft auf, bis Ende März die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ zu unterzeichnen. Ziel ist, die PolitikerInnen zu überzeugen, dass eine Statistik und Motivenerforschung über Schwangerschaftsabbrüche auch in Österreich dringend notwendig ist. „Wir brauchen – wie es in fast allen Ländern Europas längst selbstverständlich ist – verlässliches Wissen. Nur so kann die Politik wirksame Maßnahmen setzen, um das Leben mit Kindern zu erleichtern und die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zu senken“, betont die Generalsekretärin der aktion leben, Mag. Martina Kronthaler.

 

Die Zeit ist reif

„Wir sind überzeugt davon, dass die Zeit reif ist. Es gibt keinen vernünftigen Grund, sich der Transparenz bei Schwangerschaftsabbrüchen zu verschließen“,  so die aktion leben-Generalsekretärin. „Eine Abbruch-Statistik zeigt Entwicklungen auf. Es wird klar, wo Handlungsbedarf besteht. Im Interesse aller Frauen ist das wünschenswert, weil Familienplanung eben nicht nur Privatsache ist, sondern die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso entscheidend sind.“ Die anonymisierte Erhebung und freiwillige Teilnahme an Forschung würden das Ausmaß der Nöte von Frauen mit ungeplanten oder ungewollten Schwangerschaften in das Bewusstsein von Politik und Gesellschaft bringen. „Jede Partei, der Frauen am Herzen liegen, muss der Transparenz bei Schwangerschaftsabbrüchen zu stimmen. Nach wie vor werden Frauen mit Schwangerschaftskonflikten nicht wahr genommen. Mit dieser Ignoranz muss endlich Schluss sein!“, erklärt Kronthaler.

 

Basis für politisches Handeln

„Dass es möglich ist, mit gezielten positiven Maßnahmen die Zahl der Abbrüche drastisch und nachhaltig zu senken, machte Deutschland vor“,  so Kronthaler weiter, „vierteljährlich veröffentlicht das Statistische Bundesamt in Deutschland eine Abbruch-Statistik.“ In unserem Nachbarland melden die Ärzte die Daten, die sie im Rahmen der Anamnese erheben, anonymisiert an das Bundesamt für Statistik. Das Ziel der PolitikerInnen aller Fraktionen ist, dass die Gesamtzahl der Abbrüche möglichst gering ist . Die Hilfs- und Präventionsprogramme können nach diesem Ziel hin entsprechend ausgerichtet werden. 

 

„Würde die Zahl der Abbrüche in Deutschland steigen statt sinken, wäre das ein Alarmsignal, das nicht übergangen werden kann. In Österreich fehlt bislang dieser professionelle Zugang. Alle, die unsere Bürgerinitiative unterschreiben, mahnen ein, dass die Politik sich ihrer Verantwortung besinnt und auch in Österreich eine Abbruch-Statistik und eine Erforschung der Motive für Schwangerschaftsabbrüche einführt.“

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