Monday 21. October 2019

aktion leben: Endspurt für Bürgerinitiative „Fakten helfen“

aktion leben österreich bekräftigt ihre Forderung nach einer anonymen Erhebung von Zahlen und Motiven zu Schwangerschaftsabbrüchen und übergibt am 23. April 2015 die Parlamentarische Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ an den Zweiten Nationalrats-Präsidenten Karlheinz Kopf. Die Unterzeichnung ist mittels Unterschriftenbogen noch bis 30. März 2015 möglich. Der Bogen kann unter www.fakten-helfen.at heruntergeladen werden.

 

„Mit unserer Parlamentarischen Bürgerinitiative ‚Fakten helfen!‘ zeigen wir auf, dass in Österreich solide anonyme Daten und Fakten zu Schwangerschaftsabbrüchen fehlen. Wir brauchen diese aber, um gezielte Prävention und bedarfsgerechte Hilfen zu entwickeln. Wir und zehntausende UnterstützerInnen wollen wissen: Was ermutigt Frauen und Paare, sich ein Leben mit Kind zuzutrauen?“, sagt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.

 

Ziele von „Fakten helfen!“

Mit der Parlamentarischen Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ verfolgt aktion leben konkret zwei Ziele:

  1. Die Einführung einer bundesweiten anonymisierten Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und deren jährliche Veröffentlichung
  2. Die regelmäßige wissenschaftliche und anonyme Erforschung der Gründe für Schwangerschaftsabbrüche als Basis für Prävention und bedarfsgerechte Hilfen.

 

Im Gegensatz zu fast allen Ländern in Europa fehlt beides in Österreich. Kronthaler: „Wir brauchen auch in Österreich seriöse Fakten, um wirksame Maßnahmen zur Senkung der Abbruchszahlen setzen zu können.“ Bisher gebe es nur Schätzungen, die sich zwischen 20.000 und 60.000 Abbrüchen pro Jahr bewegen.

 

Hinschauen lohnt sich

„Es ist ein Alarmsignal, wenn Menschen sich aufgrund ihrer persönlichen Arbeits-, Ausbildungs- oder Wohnsituation nicht trauen, ein Kind zu bekommen. Die Abbruchsrate zeigt, wie familienfreundlich unsere Gesellschaft wahrgenommen wird“, so Kronthaler. Die Abbruchsrate gibt an, wie viele von 1.000 Frauen zwischen 15 und 49 Jahren in einem Jahr einen Abbruch hatten.

 

Weniger Abbrüche durch Prävention in Deutschland

Dass es möglich ist, durch Prävention und positive Maßnahmen die Zahl der Abbrüche zu senken, hat Deutschland in den letzten Jahren bewiesen. Mit einer Abbruchsrate von 5,6 (2013) ist Deutschland ein Vorbild für ganz Europa. „Wir führen diesen Erfolg auf das klare Bekenntnis der Politik zurück, die Zahl der Abbrüche senken zu wollen. Gesichertes Wissen ist in Deutschland die Basis für alle weiteren Maßnahmen. Das brauchen wir auch in Österreich“, betont die aktion leben-Generalsekretärin.

 

Unterzeichnung der Bürgerinitiative bis 30. März möglich

Die Unterzeichnung ist noch bis 30. März 2015 möglich. Unterschriftenbögen gibt es auf www.fakten-helfen.at sowie bei aktion leben, Tel.: 01/512 52 21.

Zum Abschluss der Kampagne überreicht aktion leben die Unterschriften am 23. April 2015, 10 Uhr, an den Zweiten Nationalrats-Präsidenten Karlheinz Kopf.

 

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