Friday 19. July 2019

Menschen wollen Transparenz – Politik hinkt hinterher

Über 50.000 Menschen unterstützten bisher „Fakten helfen!“, die Bürgerinitiative der aktion leben für mehr Transparenz bei Schwangerschafts-Abbrüchen. aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler betont: „Die Menschen wollen keine Ideologie, sondern Zahlen und Fakten. Sie wollen, dass die Politik sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt – und das kann sie nur, wenn endlich Daten seriös erhoben werden.“

 

„Warum entscheiden sich in Österreich 20.000 bis 60.000 Frauen jährlich gegen ihre Schwangerschaft? Welche Sorgen und Belastungen führen dazu, dass eine so große Zahl an Kindern nicht zur Welt kommt? Wir wollen endlich Klarheit und über die Sache reden. Die Menschen in diesem Land sind längst weiter als unsere Politikerinnen und Politiker. Sie wollen Transparenz. Sie halten es aus, wenn die Zahlen Ergebnisse bringen, die für die PolitikerInnen vielleicht nicht angenehm sind“, appelliert aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler an die Politik.

 

Fakten helfen: Jetzt noch zustimmen!

Noch kann auf der Parlamentshomepage online zugestimmt werden. Täglich kommen Unterstützungserklärungen dazu. „Mit diesem Ergebnis haben wir viele überrascht. Bis jetzt haben 50.000 Personen auf Papier und über 3.800 Personen online unterzeichnet. Damit ist ‚Fakten helfen!‘ die stimmenstärkste Bürgerinitiative der letzten Jahre. Es wird an der Politik liegen, diese Stimmen ernst zu nehmen und sich mit unseren Argumenten auseinanderzusetzen“, resümiert Kronthaler.

 

Zahlen sind Voraussetzung für treffsichere Hilfe

„Ohne seriöse Zahlen zu Abbrüchen kann keine treffsichere und nachhaltige Hilfe für Frauen und Kinder entwickelt werden. Eine jährliche Statistik erlaubt zudem in der Folge, gesetzte Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu beobachten“, so die aktion leben-Generalsekretärin.

 

Neben einer bundesweiten anonymisierten Statistik fordert aktion leben mit „Fakten helfen!“ die regelmäßige wissenschaftliche und anonyme Erforschung der Gründe für Schwangerschaftsabbrüche. „Ziel der Motivenerforschung ist zu verstehen, wie es zu Konflikten wegen einer Schwangerschaft kommt und wie Schwangerschaftsabbrüche durch tragfähige Angebote vermieden werden können“, unterstreicht Kronthaler. So wurden etwa in Deutschland Programme entwickelt, die es erleichtern, während der Schwangerschaft eine Ausbildung zu absolvieren. „Es ist an den Zahlen ablesbar, dass diese Maßnahmen bei Jugendlichen sehr erfolgreich waren. Solche positiven Effekte wünschen wir uns auch für Österreich.“

 

Online-Unterzeichnung weiterhin möglich

aktion leben österreich bittet alle Österreicherinnen und Österreicher über 16 Jahre, die Parlamentarische Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ online über www.fakten-helfen.at zu unterzeichnen. Dies ist mindestens bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen möglich, die voraussichtlich Mitte Februar stattfinden wird.

 

>> Link zur Unterzeichnung auf der Homepage des Parlaments

 

 

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