Donnerstag 23. November 2017

Statistik als Basis für weniger Schwangerschaftsabbrüche

In der Stellungnahme zur Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ des unabhängigen Vereins aktion leben spricht sich das Österreichische Hebammengremium für Prävention und eine altersgemäße Aufklärung aus, „um unerwünschte Schwangerschaften zu vermeiden und die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche zu reduzieren“.

 

Für aktion leben unterstreicht die Forderung nach Prävention und Aufklärung die Notwendigkeit einer Statistik über Schwangerschaftsabbrüche in Österreich, wie sie mit „Fakten helfen!“ gefordert wird. „Wenn wir wissen, in welcher Altersgruppe ungewollte Schwangerschaften mit der Folge eines Abbruchs vorkommen und wir mehr über das Verhütungsverhalten Bescheid wissen, können präventive Maßnahmen wesentlich zielgruppengenauer gesetzt bzw. können passende Maßnahmen entwickelt werden. Darüber hinaus gewährleistet eine regelmäßige Veröffentlichung die Überprüfung der Wirksamkeit der eingesetzten Maßnahmen“, betont Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.

 

Statistik ermöglicht Prävention

Für aktion leben steht Prävention nicht im Widerspruch zu einer seriösen Basisinformation über Schwangerschaftsabbrüche. Im Gegenteil. „Weil wir um die Notwendigkeit effizienter und differenzierter Prävention wissen, fordern wir die dazu nötigen Grundlagen: eine anonyme Statistik und eine regelmäßige Erforschung der Motive“, so Kronthaler.

 

Praxis zeigt Notwendigkeit für Statistik

aktion leben österreich arbeitet seit Jahrzehnten präventiv und leistet mit Spendenmitteln unter anderem Sexualpädagogik für alle Altersstufen in den Schulen. Diese Erfahrung und die Erfahrungen in der Schwangeren­beratung, in der Arbeit mit Frauen, die wegen mangelnder Verhütung, trotz Verhütung, aber auch wegen eines ambivalenten Kinderwunsches ungeplant schwanger wurden, zeigen laut Kronthaler: „Österreich braucht verlässliche Informationen über die Anzahl von Schwangerschaftsabbrüchen, das Alter der betroffenen Frauen und eine regelmäßige Erforschung der Motive dafür. Doch Prävention braucht eine Ausgangsbasis, um ihren Erfolg messen zu können. Durch das Zusammenführen dieser Informationen erhält die Politik einen klaren Auftrag, finanzielle Mittel zur zielgerechten Prävention und für bedarfsorientierte Unterstützungen bereitzustellen.“

 

Online-Unterzeichnung weiterhin möglich

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ kann bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen weiterhin online auf der Homepage des Parlaments unterzeichnet werden. Alle Informationen und den Link zur Parlamentshomepage finden Sie unter www.fakten-helfen.at.

 

 

 

 

 

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