Samstag 15. Dezember 2018

Online-Zustimmung zu Abbruchs-Statistik wieder möglich

Aufgrund der neuen Gesetzgebungsperiode kann die Parlamentarische Bürgerinitiative "Fakten helfen!" der aktion leben erneut online auf der Website des Parlaments unterzeichnet werden. Von der neuen Regierung erwartet der unabhängige Verein, dass sie die Bürgerinitiative sachgerecht, konstruktiv und frei von jedweder Ideologie behandelt.

 

Über die aktion leben-Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ für die anonyme Erhebung von Zahlen und Motiven zu Schwangerschaftsabbrüchen konnte in der letzten Legislaturperiode im Gesundheitsausschuss nicht mehr entschieden werden. Sie wurde deshalb gemäß §21 (1a) GOGNR in der aktuellen XXVI. Gesetzgebungsperiode neu verteilt und dem Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen zugewiesen. Dadurch ist es wieder möglich, der Bürgerinitiative online zuzustimmen.

 

Nicht-Wissen bei Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen


„Pro Jahr gibt es je nach Schätzung zwischen 20.000 und 60.000 Schwangerschaftsabbrüche in Österreich. Diese Bandbreite spiegelt wider, wie groß das Nicht-Wissen ist – zum Schaden von Frauen und der Gesellschaft. Nur mit regelmäßig erhobenen Zahlen lassen sich Tendenzen erkennen und präventive Schwerpunkte setzen und überprüfen. Deshalb brauchen wir zur Stärkung des Anliegens und als Zeichen für die neue Regierung nochmals viele Online-Zustimmungen“, bekräftigt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.


Breite Basis für Abtreibungs-Statistik


Mit „Fakten helfen!“ fordert aktion leben die Einführung einer anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche sowie die davon unabhängige, freiwillige wissenschaftliche Erforschung der Motive dafür. Die Bürgerinitiative wurde bisher von 48.590 Personen auf Papier und 5.139 Personen online unterstützt. Sie ist damit die stimmenstärkste seit vielen Jahren. „Diese große Zustimmung zeigt, wie bedeutsam dieses Thema für die Österreicherinnen und Österreicher ist“, betont Kronthaler.
Ebenso sprach sich die Mehrheit der eingeholten Stellungnahmen in der XXV. Gesetzgebungsperiode, u.a. die Ärztekammer und das Institut für Familienforschung, dafür aus, in Österreich eine anonyme Statistik über Schwangerschaftsabbrüche einzuführen. „Das Parlament ist nun aufgefordert, die Anliegen zehntausender BürgerInnen ernst zu nehmen und schnellstmöglich zu handeln“, so die aktion leben-Generalsekretärin.

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